Fedara

About

b. 1986, HK.

Seraina Kobler: Journalistin, Autorin & Coach

 

Referenzen :

Sonntags-Zeitung
Annabelle
Watson
Tages-Anzeiger
Surprise
Neue Zürcher Zeitung
Filmcoopi
 

 

Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich in den wilden Bergen des Tessiner Onsernonetals. Diese waren, in den noch wilderen 80er Jahren, fest im Griff von Hippies und Natur-Freaks. Max Frisch, der in einer Villa im Nebendorf wohnte und dort gelegentlich rauschende Feste veranstaltete, schrieb gegen Endes seines Lebens: «Es ist der Ort, wo ich mich am ehesten zu Hause fühle. Auch wenn er nicht so bequem ist».

Aufgewachsen bin ich dann schlussendlich doch nahe der Stadt, in der es sich von der weiten Welt träumen lässt, wie sonst nirgends hierzulande. Stundenlang sass ich am Basler Rheinhafen und suchte das Glitzern des Meeres, ganz hinten am Horizont. Geschafft habe ich es doch nur etwas flussaufwärts mit einer scharfen Kurve in Richtung Südost - bis nach Zürich.

In der grossen, kleinen Stadt tat ich allerlei Dinge, an allerlei verrückten Orten. Ich führte einen Kleiderladen neben der Spider Galaxy, kochte Mittagsmenüs im Niederdorf und begann kurz nach der Geburt meines ersten Kindes ein Studium. Dieses führte mich an das Institut für Angewandte Medienwissenschaften nach Winterthur und an die Universität Konstanz. Nicht nur, weil dort die Theorie des Kollektiven Gedächtnisses entwickelt wurde, aber auch.

Als ich dann während meinem Praktikum bei der «Sonntags-Zeitung» verschiedene Politikerinnen und Politiker dazu überreden konnte, sich im Abstimmungskampf mit ihrer Waffe fotografieren zu lassen, da behielten mich die Blattmacher gleich dort - und ich blieb bis 2013 bei der Wochenzeitung.  Später schrieb ich als freie Autorin für verschiedene Magazine, machte zusammen mit Reda El Arbi die Chefredaktion eines Online-Magazins für Frauen und wurde Wirtschaftsreporterin beim «Tagesanzeiger». 2014 wechselte ich dann vom Kreis 4 an die Falkenstrasse ins Inlandressort der «Neuen Zürcher Zeitung». 2017 wurde ich in den Schweizer Presserat berufen.

Und dann, im Sommer des gleichen Jahres, habe ich mir ein Herz gefasst, meine Stelle gekündigt und eine kleine Firma gegründet. Bei Fedara bündeln sich all meine Erfahrungen und die Leidenschaft für Geschichten. Und ich möchte das tun, was ich am besten kann: Anpacken, Schreiben, Vermitteln und Kräfte wecken.

Ach ja, mein Sohn hat in den letzten Jahren noch drei weitere Geschwisterchen bekommen. Und ich bin glückliche Mutter von zwei Söhnen und zwei Töchtern.  Wir leben in einer neunköpfigen Patchworkfamilie am Fusse des Zürichbergs. Hier ist es zuweilen mindestens ebenso wild wie im Onsernonetal - aber ganz sicher nie langweilig.